Der definitive Parkplatzabbau ist leider nicht nur Wahlkampfforderung der linken Seite, teilweise ist er bereits Realität. Die flankierenden Massnahmen in der Stadt Zürich zur Westumfahrung haben dazu geführt, dass in den Kreisen 3 und 4 insgesamt 128 Parkplätze wegfielen, die nur teilweise in angrenzenden Strassen kompensiert wurden. Nicht minder ärgerlich ist die tagtäglich erlebbare Baustellen-Problematik. Derzeit gibt es auf dem Stadtgebiet gegen 70 Baustellen. Diesen fallen viele Parkplätze temporär zum Opfer, weil Container, Baumaschinen und Baumaterial darauf gelagert werden. Für diese Parkplätze braucht es Realersatz, denn die Nachfrage nach Parkplätzen sinkt wegen einer Baustelle nicht.
Zudem sind nicht benutzbare Parkplätze auch zutiefst wirtschaftsschädigend, führen sie doch beim umliegenden Gewerbe zu massiven Umsatzeinbussen. Das Gewerbe ist in der Stadt Zürich für seine Kundschaft auf Parkplätze angewiesen. Jeder oberirdische Parkplatz bringt dem Gewerbe – je nach Lage – einen Umsatz von 100 000 bis 500 000 Franken pro Jahr. Wer auf den Abbau von Parkplätzen zielt, schwächt somit direkt das städtische Gewerbe und gefährdet wertvolle Arbeitsplätze.
Der Parkplatzabbau muss bekämpft und die Forderung nach Realersatz für nicht benutzbare Parkplätze endlich umgesetzt werden. Dafür braucht es eine starke bürgerliche Vertretung in Stadt- und Gemeinderat.

